Höhen und Tiefen

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Montag, 21. Oktober 2019, von Freiwillige(r): Marcel STUHLMACHER

Nachdem nun der erste Monat meines FSJ vorbei ist, möchte ich von meinen bisherigen Erfahrungen berichten:

Ich habe in diesem Jahr mein Abitur gemacht und absolviere nun ein FSJ am Fraunhofer IMWS, eine Forschungseinrichtung für die Mikrostruktur von Werkstoffen und Materialien. Mein Betreuer ist – passend zum FSJ freiwillig + digital – der Digitalisierungsbeauftragte des Fraunhofers und somit steht mein FSJ unter dem großen Thema „Programmierung“. Denn ohne Programmierung gibt es auch keine Digitalisierung.

Ich hatte keinerlei Vorkenntnisse zum Thema Programmierung und somit war in den ersten drei Wochen des FSJ meine Aufgabe, mich selbstständig in die Programmierung einzuarbeiten. Da ich keine genaueren Anweisungen oder Vorgaben hatte, konnte ich mir selbstständig Tutorials im Internet raussuchen und bearbeiten. In den ersten Tagen meines FSJ eignete ich mir so im Selbststudium enorm viel Wissen an und schnell hatte ich die grundlegenden Begriffe der Programmierung verstanden. Sehr hilfreich war für mich auch, dass mein Betreuer mir zeigte, wie man Datensätze von Messungen des Instituts mithilfe eines Programmes einlesen kann. Anhand dieses Beispiels fiel es mir deutlich leichter, zu verstehen, wie man als Programmierer arbeitet.

Ich erfüllte meine Aufgabe in den ersten Tagen mit viel Motivation. Trotzdem gab es ab und zu Momente, in denen es mir nicht leichtfiel, mich weiter zu konzentrieren und mir selbst Wissen anzueignen. Aus diesem Grund war ich froh, dass ich in der zweiten Woche eine weitere Aufgabe erhielt. Für diese erstellte ich ein eigenes Tutorial für Mitarbeiter des Fraunhofer IMWS, die selbst kaum Erfahrung im Programmieren haben. Somit konnte ich mit meinem frisch erworbenen Wissen etwas anfangen und dieses direkt weiterarbeiten.

Nachdem ich nun drei Wochen am Fraunhofer-Institut an meinen beiden Aufgaben gearbeitet hatte, entwickelte sich bei mir das Bedürfnis nach mehr Abwechslung in meiner Tätigkeit als FSJler. In einem zufällig entstandenen Gespräch mit dem Chef der IT-Abteilung bei einer Veranstaltung des Instituts erhielt ich das Angebot, auch in diesem Bereich tätig zu werden. Somit darf ich ab der nächsten Woche auch dort mitarbeiten und den Mitarbeitern in der IT über die Schulter schauen.

Auch wenn ich noch nicht lange am Fraunhofer IMWS tätig bin, fühle ich mich sehr wohl. Das liegt auch zum Großteil daran, dass ich das Glück habe, meinen Arbeitsplatz im Studentenzimmer zu haben. Somit herrscht immer eine sehr angenehme und entspannte Atmosphäre sowohl beim Arbeiten, als auch in der Mittags- und Kaffeepause. Die Studenten erzählen mir viel von ihrem eigenen Studium und geben mir somit hilfreiche Tipps für meine eigene Zukunft. Auch dank ihnen habe ich das Gefühl, schon jetzt Teil des Fraunhofer als Forschungseinrichtung zu sein und ich freue mich auf die nächsten elf Monate.