Monatsbericht Juni | Auf in das Land der Sonne… und zurück nach Magdeburg

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Monatsbericht Juni | Auf in das Land der Sonne… und zurück nach Magdeburg
Freitag, 22. Juli 2016, von Freiwillige(r):

Schon Wochen vorher begann ich, auf meinem Kalender die Tage abzustreichen, bis ich endlich Koffer packen und mit meinen Mitstreitern den doch recht langen Weg nach Italien antreten konnte – bis es dann endlich an einem Sonntag, halb eins in der Nacht, soweit war. Ein komfortabler Reisebus brachte uns von Halle aus der Sonne ein ganzes Stück näher – eine Fahrt, die ich wohl in einen tranceähnlichen Zustand verbracht haben muss, denn auf einmal waren wir da: Unser erster Halt hieß Solferino, der Geburtsort des Roten Kreuzes, gefühlt mitten im Nirgendwo. Die erste Nacht auf italienischem Boden verbrachten wir in einem überaus ruhigen Städtchen – so ruhig, dass ich den Namen schon wieder vergessen habe. Nach einem Ausflug ins Rot-Kreuz-Museum machten wir uns auf den Weg nach Rimini, wo wir den Rest der Woche verleben sollten.

Was soll ich sagen: Zwischen Strand, San Marino, dem Nachtleben Riminis und dem leckeren, mediterranen Essen verging diese Bildungsreise einfach viel zu schnell. Ob es am italienischen Lebensgefühl, oder an dem nicht unbeträchtlichen Abstand zur Heimat, Arbeit und schlichtweg zu allem, was einen nervt und anödet, lag, kann ich nicht mehr sagen – doch so tiefenentspannt wie in dieser Woche war ich seit langem nicht mehr. :-)

Umso größer war der Abschiedsschmerz, als wir aus unserer Unterkunft auschecken mussten. Bei mir machte sich auf der Rückfahrt doch eine gute Portion Wehmut breit, vor allem, als wir die Briefe zurückerhielten, die wir während der ersten Seminarwoche an unser zukünftiges Selbst schreiben sollten. Menschen, die wie ich ein miserables Gedächtnis besitzen, konnten sich an dieser Stelle wohl ein wenig selbst überraschen – für mich war es jedenfalls aufschlussreich, wie sehr ich mich doch während und durch meinen Freiwilligendienst verändert habe.

Aber noch ist diese Reise nicht vorbei: In Magdeburg warteten bereits die nächsten Aufgaben auf mich, die sich vor allem und die nächste Ausgabe des rotkreuzmagazins drehten. Den nahenden Sommerurlaub und die letzten AG-Tage in Rochlitz im Blick, richtete ich mich an meinem Schreibtisch ein und es hieß wieder: business as usual. ;-)