Viva Italia! / Monatsbericht

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Viva Italia! / Monatsbericht
Montag, 27. Juni 2016, von Freiwillige(r): Mareike TITTEL

Der Juni war abwechslungsreich, spannend und hatte viel zu bieten. Den Großteil des Juni’s verbrachte ich auch nicht im Büro (um genau zu sein nur 6 Tage). Einerseits hatte ich einen vollen Terminplan mit dem Body+Grips-Mobil und dann war da ja noch die Italienfahrt, auf die wir uns ohne Ausnahme seit dem Anfang unseres FSJ’s gefreut hatten.

Am Morgen des 6.Junis starteten die /FSJdigitalerInnen mit einigen anderen Seminargruppen in Richtung bella Italia. Die Fahrt war nicht ganz so langweilig, wie man vielleicht denkt, da wir uns die Zeit ganz gut mit Filmen, Schlafen, Musik und auf Raststätten vertrieben. Am frühen Nachmittag „landeten“ wir dann in Solferino, wo wir uns das Rotkreuz Denkmal anschauten. Nicht ohne körperliche Anstrengung, um das hinzuzufügen, denn das besagte Denkmal befindet sich hoch oben auf einem kleinen Berg. Nachdem wir uns ausgepowert hatten und ungefähr 1000 Gruppenfotos später, stiegen alle wieder in den Bus und es ging weiter zu unserem nächtlichen Schlafplatz: das Hotel „La Grotta“. Wir waren alle ziemlich geschafft von der Fahrt (obwohl wir eigentlich nur faul rum gesessen haben :D) und so fiel auch das abendliche Zusammensitzen nicht allzu lang aus. Nach einer erholsamen Nacht, packten wir wieder unsere Koffer und wir fuhren weiter zu unserer eigentlichen Unterkunft nach Rimini. Das Hotel war schön, wirkte gleich gemütlich und liegt sehr nah am Strand. Nachdem sich jeder soweit eingerichtet hatte, wie man es für nötig hielt, gingen die Meisten von uns an den Strand. Die beiden Antonia’s und ich wollten aber doch erst etwas zu Trinken und Obst kaufen und wir fanden auch gleich einen kleinen Supermercato, der alles vertrieb, was man sich wünschen konnte. Als wir auf dem Rückweg an einer Eisdiele vorbeikamen, konnten wir natürlich nicht „nein“ sagen und so gönnten wir uns das erste Eis. Ich kann euch sagen: Eis in Italien ist einfach eine Klasse für sich! Obwohl wir müde waren, zog es uns nach dem Abendbrot doch nochmal an den Strand, wo wir auch gleich ins Meer sprangen und das warme Wasser genossen. Anschließend haben wir noch ein wenig die Strandpromenade erkundet und sind dem Sonnenuntergang entgegen gelaufen. Am Mittwoch starteten Double-Antonia und ich sehr früh in den Tag, denn wir wollten unbedingt den Sonnenaufgang bewundern. Und wir wurden definitiv nicht enttäuscht - es waren einfach wunderbare Momente, die wir am Strand erlebten, wie ihr auf meinem Foto sehen könnt. Den Tag verbrachten dann alle gemeinsam in der Republik San Marino, die wirklich nicht weit entfernt von Rimini liegt. Obwohl die Stadt San Marino nicht sehr groß ist, konnten wir uns bis zum frühen Nachmittag beschäftigen. Es gab Einiges zu entdecken, wobei der phänomenale Ausblick wohl doch das Highlight bildete (San Marino liegt 653 Meter über dem Meeresspiegel). Leider zog es sich am Nachmittag dann ganz schön zu, sodass unsere geplante Segelboottour buchstäblich ins Wasser fiel: Große Regenwolken kamen auf und es wurde schlagartig sehr windig. Daher mussten wir improvisieren und so ging es am Abend noch an den Strand. Am Tag zuvor hatten die beiden Antonia’s und ich ein Riesenrad in der Ferne entdeckt und so gingen wir in dessen Richtung. Nachdem wir zwei Stunden gelaufen sind, merkten wir, dass wir die Entfernung wohl doch falsch eingeschätzt hatten. Jedoch fing es nun doch an zu regnen und so wechselten wir vom Strand zur Promenade in der Hoffnung eine gemütliche Bar zu finden. Diese ließ auch nicht lange auf sich warten und ich muss sagen, es war schlichtweg DIE perfekte Bar. Es war quasi wie eine Eingebung, dass wir zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren. Bei einem Cocktail und leckeren Nachos lauschten wir Live-Musik einer wahnsinnig talentierten Band. Wir merkten gar nicht wie die Zeit verstrich und gaben nur widerwillig unseren Platz auf, um uns auf den Rückweg zu machen, welcher am Ende doch kürzer war, als angenommen. Da Musik und gutes Essen bekanntlich glücklich macht, war ich am Donnerstag auch ziemlich fröhlich und ausgeschlafen, als wir eine Führung durch Rimini’s Altstadt bekamen. Zugegeben, ich hätte nicht gedacht, dass Rimini, verschrien als „Partystadt“, so viel Charme besitzt. Aber die Altstadt hat mich durch die süßen Läden, kleine Gassen und leckeres Eis überzeugt. Da das Wetter noch immer nicht auf unserer Seite war, ging es am Nachmittag für unsere Seminargruppe in ein nahegelegenes Einkaufszentrum, in dem man das machen konnte, was man eben dort so macht: shoppen :D. Wieder im Hotel angekommen, waren wir alle extrem müde und so setzte man sich zusammen oder ruhte sich ein wenig aus, denn der Abend sollte noch viel für uns bereit halten. Nach dem Abendbrot fanden sich alle vor der gegenüberliegenden Diskothek „Carnaby“ ein. Einige von uns waren die vorigen Tage auch schon dort, um zu tanzen, aber der Donnerstag sollte sozusagen eine Art Höhepunkt und Abschlussveranstaltung zu gleich sein und so waren alle eingeladen, zusammen zu feiern. Neben Karaoke, super Musik und Cocktails zu FSJ’ler-freundlichen Preisen hatten wir eine tolle Zeit und unglaublich viel Spaß, was man am nächsten Tag auch meiner Stimme anmerken konnte :D. Unglaublich wie schnell die Zeit verging, aber der Freitag war angebrochen. Um 18 Uhr sollte es zurück nach Halle gehen. Ich glaube, jeder von uns hätte am liebsten die Zeit angehalten.. Aber auch aus dem letzten Tag haben wir meiner Meinung nach das Beste gemacht – Pizza-Flatrate-Essen, am Strand chillen, Souvenirs kaufen und Postkarten schreiben. Am Samstag Morgen kamen wir gesund, nicht ganz so munter, aber braun gebrannt (manche mehr, manche weniger, haha) in Halle an. Und ich blicke gern zurück auf diese Woche, welche mir wahrscheinlich immer in Erinnerung bleiben wird.

Die Einsätze mit dem BGM sind für mich jetzt schon zur Routine geworden und ich fühle mich unglaublich sicher, im Gegensatz zu den anfänglichen Einsätzen, woran man auch merkt, wie ich an dieser Aufgabe gewachsen bin. Leider muss ich beifügen, dass damit voraussichtlich meine letzter Einsatz gelaufen ist. Ich bin schon ein wenig traurig, aber man soll ja aufhören, wenn es am Schönsten ist. Der kleine Kampagnenfilm über das BGM ist nun auch beinahe fertig und wird dann am Ende meines FSJ’s auf die Internetseite des Jugendrotkreuzes geladen. Außerdem hat unser Team nun einen Nachfolger für meine FSJ-Stelle gefunden. Bald werden wir uns sicher zusammen setzten und ich werde ihm die wichtigsten Dinge mit auf den Weg geben, wie es ein Jahr zu vor meine Vorgängerin getan hat. Es ist der Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht. Nun bleiben nur noch zwei Monate..